Traumatherapie

"Nicht die Tatsachen bestimmen unser Leben, sondern wie wir sie deuten."

DHHT – Dialogisch Humanistische Traumatherapie von Prof. Dr. Willi Butollo

Meine Ausbildung zur Traumatherapie habe ich bei Prof. Dr. Willi Butollo am Münchener Institut für Traumatherapie – MIT – gemacht. Sie basiert auf der Gestalttherapie – siehe auch „Gesprächstherapie“.

Üblicherweise werden traumatisierende Erfahrungen in 2  Typen unterteilt:
Typ 1: PTBS – posttraumatische Belastungsstörung:
Traumatisierungen, die aus einmaligen, schockartigen Erfahrungen bestehen.

Typ 2: kPTBS – komplexe posttraumatische Belastungsstörung:
Traumatisierungen, die aus langandauernden, immer wiederkehrenden traumatisierenden Erfahrungen bestehen.

Ich habe mich in meiner traumatherapeutischen Arbeit auf Typ 2 – die komplexe posttraumatische Belastungsstörung konzentriert. Es handelt sich hierbei um permanente, ständig sich wiederholende seelische Verletzungen – 24/7 – in der Kindheit, die als „schleichendes Gift“ über viele Jahre „verabreicht“ die gleiche verheerende Wirkung haben wie Typ 1 aus einer kurzen, schockartigen Phase.

Die Symptome sind vielfältig: ein kompletter Mangel an Selbstwert, an Selbstachtung, ein „sich-nicht wehren-können“, Unterwürfigkeit, Hilflosigkeit, Angst, Isolation, ein überbordendes Schuldgefühl, das Gefühl körperlicher Erstarrung und Zwangsstörungen.  Dadurch, dass diese Verletzungen scheinbar unauffällig und unspektakulär daherkommen, sind sie außerordentlich schwierig zu „greifen“, zu finden und schon gar nicht zu beweisen.

Die Therapie verlangt einerseits ein äußerst sensibles, behutsames und sorgsames Vorgehen andererseits aber auch ein nicht nachlassendes, „detektivisches“ Aufspüren der verdrängten Inhalte. Das funktioniert nur, wenn sich zwischen Therapeut und Klient eine vertrauensvolle und warmherzige Beziehung entwickelt, die einen Raum für die vielschichtigen inneren Vorgänge öffnet. Und die Heilung setzt da ein, wo in der Zusammenarbeit ein Bewusstsein für Vorhandenes und Verdrängtes entsteht, ein „Platz machen“ für neues Denken und Fühlen.

Heilung geht da weiter, wo es mir gelingt, das Verdrängte in mein Leben zu integrieren, um „heil und ganz“ zu werden.

Sie geht da weiter, wo es mir gelingt, mit neuen guten Gedanken und Gefühlen mein Selbstwertgefühl und mein Selbstvertrauen entweder zu „reparieren“ oder ganz neu aufzubauen. Dabei darf ich mich vertrauensvoll meiner Kreativität bedienen.

Sie geht da weiter, wo es gelingt, mir den Platz in der Welt zu schaffen, den ich mir wünsche und der mir jahrelang verwehrt war.

Sie geht da weiter, wo es mir gelingt, Frieden mit meinen Verletzungen aus meiner Vergangenheit zu machen. Sie dürfen „da sein“, sie gehören zu mir, in mein Leben.

Ich hätte nicht meine tiefe Überzeugung und mein absolutes Engagement für diesen Weg, wenn ich ihn nicht selbst gegangen wäre!

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